Bebauungsplan 310 (Elli) genehmigt
Am Bahnhof wurde der Innenbereich im Gebäude zu den Gleisen gestrichen und von professionellen Sprayern mit ansehnlichen Motiven versehen (s. Bilder) Nach Auskunft von Chr. Plog wurde dies von der DB finanziert.
Gelungene Werbung für insektenfreundliche Bereiche in Gärten und auf öffentlichen Flächen.
Unter dem Motto „Avenwedde summt und blüht“ hatte die AG Stadtteil gestalten zu einem weiteren ‘inspirierenden‘ Dorfspaziergang eingeladen, diesmal durch den Südosten des Ortsteils.
Die Route führte durch kleine und große Gärten, einschließlich einem Wildnisgarten mit altem Obstbaumbestand. Etwa 20 Personen erhielten jeweils wertvolle Tipps und Eindrücke zu naturnahen Gestaltungsmöglichkeiten.
Hans-Bernd Hensen und Wiebke Dreessen vom städtischen Fachbereich Umweltschutz begleiteten den Rundgang sehr fachkundig und konnten an einzelnen Beispielen zeigen, wie bereits mit wenig Aufwand kleine Oasen geschaffen und gepflegt werden können. Für einen naturnahen Garten ist nicht die Größe entscheidend: Auch kleine Gärten können durch verschiedene Gestaltungsmaßnahmen einen großzügigen, lebendigen und reizvollen Charm ausstrahlen. So nimmt eine Totholzhecke z. B. Ast- und Strauchschnitt auf und bietet gleichzeitig einen wertvollen Lebensraum. Höhenunterschiede im Garten können z. B. durch eine Trockenmauer abgefangen werden, die dann nebenbei ebenfalls wertvollen Lebensraum bieten kann. Wasser im Garten hat ebenfalls einen Vielfachnutzen wie z. B. als Erfrischungsquelle für Mensch und Tier sowie Brut- und Lebensraum zahlloser Mikroorganismen.
Besonders wurde der Wert heimischer Arten für eine größere Insektenvielfalt hervorgehoben. Viele Insekten und andere Gartentiere brauchen nicht nur Nahrung, sondern auch Lebensraum, Rückzugs- und Nistmöglichkeiten, z.B. Laub, Totholz und Nisthilfen.
Die Teilnehmenden waren sich einig: So ein Austausch vor Ort bewirkt eine nachhaltige Einstellung zum Umweltschutz, die Ästhetik von naturnahen Gartenbereichen wertzuschätzen und Gärten als Lern- und Entwicklungsorte zu verstehen.
Zum Abschluss wurde Informationsmaterial angeboten, das auch auf der Website der Stadtteil-AG einsehbar ist. Aufgrund der positiven Rückmeldungen sollen Dorfspaziergänge zukünftig regelmäßig stattfinden. Wer Interesse hat, kann sich jetzt schon unverbindlich (an)melden: info@avenwedde-bhf.de
Link:
Gartengestaltung naturnah -Gütersloh
Interessierte können Sie sich für den Newsletter des Fachbereichs Umweltschutz eintragen, um aktuell über deren Aktivitäten informiert zu sein:
Wir haben uns getraut! Dieses Jahr fand der Bürgerbrunch im Garten der evangelischen Christuskirche statt.
mit der Familie, mit Freunden, Nachbarn oder Kollegen und mit netter musikalischer Untermalung durch das Vororchester des Jungendmusikkorps Avenwedde
Die Verlegung wegen der Wetterlage war ein Volltreffer und rief allgemeine Begeisterung hervor.
Im Schatten der Bäume konnten die ca. 100 Gäste ihr Frühstück in schönem Ambiente genießen.
An den 15 Bierzeltgarnituren schafften die Nachbarn, Freunde, Vereine oder auch Firmenangehörige aus dem Dorf ein gemütliches und buntes Bild im Kirchgarten.
Der Dank gilt der evangelischen Kirchengemeinde mit ihrer Pastorin Dorothee Antony, die uns nicht nur bei diesem Event tatkräftig unterstützen.
Der Dank gilt auch dem Jugendmusikkorps, die bei der Hitze für uns schmissige Musik gemacht haben, obwohl sie am gleichen Vormittag schon einen Auftritt hatten.
Und ohne die Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes, der die Bierzeltgarnituren stellt, wäre der Bürgerbrunch auch nicht möglich.
Die Brotzeit-Biobäckerei Marcus Bender hat reichlich Gebäck zum Probieren gespendet dafür unseren herzlichen Dank.
Wir haben beim Bürgerbrunch eine größere Anzahl von Bildern gemacht. Dazu gibt es demnächst einen Querschnitt in einer Bildergalerie auf unserer Webseite. Dort gibt es einen kleineren Ausschnitt der Bilder.
Personen die am Bürgerbrunch teilgenommen haben und sich dort nicht wiederfinden, bieten wir die Möglichkeit in einer Cloud auf alle Bilder zugreifen zu können.
Dazu melden Sie sich bitte unter info@avenwedde-bhf.de
Dann stellen wir Ihnen den entsprechenden Link zur Verfügung.
Unter der fachkundigen Leitung des Biologen Dr. Jürgen Albrecht, ehemals Leiter des Fachbereichs Umweltschutz in Gütersloh, begaben sich 15 Teilnehmer auf einen vogelkundlichen Spaziergang. Start war am ev. Gemeindehaus in Avenwedde-Bahnhof, wo der über zweistündige Rundgang (Karte s. u.) auch wieder endete und in lockerer Runde ausklang. Das nicht nur der frühe Morgen, sondern auch der Abend eine günstige Zeit ist, Vögel zu beobachten, zeigte sich an den über 20 verschiedenen Vogelarten, die gesichtet und gehört werden konnten (s. Liste).
01. Amsel
02. Bachstelze
03. Buchfink
04. Buntspecht
05. Dohle
06. Elster
07. Gartenbaumläufer
08. Grünfink
09. Haussperling
10. Heckenbraunelle
11. Kohlmeise
12. Mauersegler
13. Mäusebussard
14. Mönchsgrasmücke
15. Rabenkrähe
16. Rauchschwalbe
17. Ringeltaube
18. Singdrossel
19. Star
20. Stieglitz
21. Türkentaube
22. Zilpzalp
Bereits zu Beginn des Rundgangs, im Siedlungsbereich von Avenwedde-Bahnhof, gab es viele Sichtungen von Vögeln. Nicht zuletzt bedingt durch die ortsrandnahe Lage mit angrenzenden Wald- und Wiesenflächen. Außerdem gibt es hier z.T. auch noch große Gärten.
Weitere Vogelarten konnten dann beim Durchqueren der kleinen Wäldchen ausgemacht werden, wobei hier eine Bestimmung eher durch die Vogelstimmen erfolgte, da die Tiere sich in den Zweigen und Blättern der Bäume gut verstecken konnten. Dr. Albrecht beeindruckte die Teilnehmer durch seine ausgezeichneten Kenntnisse der Vogelstimmen. Erst anhand deren Zuordnung war noch die ein oder andere Sichtung möglich. Hier taten die mitgebrachten Ferngläser gute Dienste, um die kleinen und flinken Tiere zu beobachten. So konnten z.B. mehrere Stieglitze auf der Wiese am Waldesrand bei der Futtersuche oder ein Gartenbaumläufer beobachtet werden. Letzterer ist nur in der Lage zur Futtersuche den Baumstamm hinaufzulaufen. Oben angekommen, fliegt er wieder zum Stamm hinunter. Im Unterschied zum Kleiber, den wir nicht gesichtet haben, der sowohl den Stamm hinauf als auch kopfüber herunter klettern kann.
Nebenher erfuhren die TeilnehmerInnen viel Wissenswertes über verschiedene Vogelarten. Z.B. wie man sie an ihrem individuellen Flugbild erkennen kann, über deren Nahrungssuche, ihr Balz- und Brutverhalten, ihre unterschiedlichen Nestbauweisen und die Bedeutung verschiedener Vogelstimmen. Einige Arten nutzen spezielle Rufe, um vor Feinden zu warnen, z.T. mit unterschiedlichen Lauten, wenn sich Feinde in Bodennähe oder in der Luft nähern. Die Fragen der Teilnehmer*innen waren breit gefächert. Einmal mehr erwies sich Dr. Albrecht hierbei als herausragender Experte.
Fazit:
Der Rundgang hat den Beteiligten gezeigt, dass es vor Ort erfreulicherweise noch einige Vogelarten gibt. Jedoch ist es auch eine Tatsache, dass manche Arten selten geworden bzw. bedroht oder gar nicht mehr anzutreffen sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben dem Klimawandel liegt es insbesondere an den Eingriffen des Menschen in die Landschaft, wenn z.B. Flächen zu Bauland werden. Oder an der landwirtschaftlichen Nutzung Stichwort „Monokulturen“, wenn verstärkt Pflanzenschutzmittel gespritzt bzw. Pestizide zum Einsatz kommen oder Heckensäume gerodet und Feuchtwiesen trockengelegt werden. Manchmal ist es auch die veränderte Bausubstanz, die die Ansiedlung bestimmter Vogelarten wie Sperlinge oder Schwalben verhindert.
Daraus erwächst der Appell an alle, sich noch mehr mit dem Thema zu beschäftigen!
Die Exkursion, die die AG Stadtteil gestalten organisiert hat, war für alle Beteiligten ein bereicherndes Erlebnis!
Wegeplan:
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Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Stadtteil gestalten Avenwedde-Bahnhof engagiert sich seit zwei Jahren für insektenfördernde Maßnahmen und hat unter dem Motto „Avenwedde summt und blüht“ verschiedene Projekte ins Leben gerufen: Das Setzen von Blumenzwiebeln am Kreisel und entlang der Friedrichsdorfer Straße sowie das Anlegen von Insektenwiesen in Privatgärten, mit finanzieller Unterstützung der Umweltstiftung. ( AG Stadtteil gestalten Avenwedde-Bahnhof | für einen l(i)ebenswerten & lebendigen Stadtteil )
Neben der praktischen Umsetzung legt die AG großen Wert auf Aufklärung und Bürgerbeteiligung. Z. B. einem unter fachkundiger Leitung von Hans-Bernd Hensen vom Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh inspirierenden Dorfspaziergang, bei dem Interessierte wertvolle Einblicke in ökologische Zusammenhänge erhielten.
Kürzlich fand ein weiterer Austausch mit Hans-Bernd Hensen und Umweltberaterin Wiebke Dreessen statt. Besprochen wurden weitere Planungen und Empfehlungen zur Pflege der Flächen. Eine besonders erfreuliche Entdeckung sorgte dabei für Begeisterung: An einer Pflanze auf der Kreisel-Fläche wurde der Kleine Sonnenröschen Bläuling gesichtet – ein besonders schützenswerter Schmetterling, der auf der Roten Liste steht. Dies bestätigt: Bereits ein kleiner Schutzraum kann ein geeigneter Schutzraum sein, und das der Hinweis „Insektenparadies“ berechtigt ist.
Zum Abschluss des Treffens wurde für interessierte Bürgerinnen und Bürger ein neuer Dorfspaziergang mit fachlicher Begleitung vereinbart: Mittwoch, 9. Juli um 17 Uhr. Informationen zum Schwerpunkt und Anmeldung gibt es in der Juli-Ausgabe der Bonewie.
Die AG Stadtteil gestalten Avenwedde-Bhf fühlt sich in ihrem ehrenamtlichen Engagement bestätigt, die ökologische Vielfalt und das Umweltbewusstsein in der Gemeinschaft zu stärken und aktiv zur nachhaltigen Zukunft beizutragen.
Fotos: Dieter Schluckebier und Hans-Bernd Hensen: zur Veröffentlichung freigegeben.